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EspenauNet e.V.

Artikel im PDF-Format HNA-Artikel vom 26.01.2006

Vollständige Präsentation der ersten Informationsveranstaltung am 26.1.2006 Vollständige Präsentation der ersten Informationsveranstaltung am 26.1.2006

In Eigenhilfe ins weltweite Netz

Verbindung über Funk soll fehlende DSL-Anschlüsse in Espenau ersetzen

espenau. Ein schneller Zugang ins Internet. Und das mit einer so genannten Flatrate, einem Pauschaltarif für den Zugang zum Internet. Für viele gehört das heute zum Alltag. Anders ist das in Espenau. Dort hat nur ein Teil der Haushalte die Möglichkeit, mit DSL, also einer schnellen Leitung, ins Internet zu gehen. "Die anderen werden nicht versorgt", sagt Mario Longobardi.

Dagegen will der EDV-Spezialist etwas unternehmen. Zusammen mit seinem Bruder Michele hat er es sich zur Aufgabe gemacht, eine Alternative zum DSL zu finden. Denn in Espenau gebe es zwar DSL, längst aber nicht überall. "Da es sich laut Telekom wirtschaftlich nicht lohnen würde", erklärt Bürgermeister Michael Wielert den Grund. Und das, obwohl ein fehlender Internetzugang in Espenau kein Einzelfall ist. Rund 2000 der insgesamt 5000 Haushalte werden nicht versorgt. Ein Missstand, der sich laut Telekom zunächst nicht ändern solle, sagt Wielert. "Dabei häufen sich bei uns die Anfragen nach einer besseren Internetverbindung." Ein Funknetz soll in Espenau nun die Lösung bringen. Ausgangspunkt für dieses solle das Bürgermeisteramt in Hohenkirchen sein, da von dort eine gute Sicht bestehe. Über eine Richtfunkstrecke werde das Signal für die Verbindung dann an einen Verteilerpunkt in Mönchehof/Schäferberg geleitet und von dort weiter an die Haushalte. Voraussichtlich 180 Euro für Antenne und Router müssten die Nutzer dafür einmalig zahlen, im Monat seien es circa 20 Euro, die der Zugang kosten würde. "Verwalten würde das Ganze ein Trägerverein, den wir jetzt gründen wollen", sagt Michele Longobardi.

Ein gutes Vorbild für dieses Vorhaben gibt es bereits: In Helsa wurden ebenfalls nicht alle Haushalte mit DSL versorgt. Seit vergangenem Frühjahr betreibt dort der Verein Helsanet eine Funkverbindung. Für 35 Haushalte mit 100 Computern. "Und das bisher ohne Probleme", sagt Michael Jelinski, Technischer Leiter bei Helsanet.

Erste Fragen zu dem Internetzugang via Funkverbindung wurden jetzt bei einer Informationsveranstaltung geklärt. 62 Interessierte haben sich dort gemeldet. Jetzt müssen noch die Details besprochen werden. Dann mögliche Standorte für die Antennen, über die die Funkverbindung läuft, überprüft werden. Ist das geschehen, könnte das Netz schon in wenigen Monaten stehen. Und die Espenauer endlich schneller ins Internet.

Quelle: 26.01.2006 - Hessische/Niedersächsische Allgemeine

Letzte Änderung: 11.05.2006